Neni – Tel Aviv

Das ich seit unserer Reise nach Israel ein Faible für israelische Küche habe, dürfte dem ein oder anderen schon aufgefallen sein. Umso mehr erfreute es mich, als vor einiger Zeit in München das Restaurant Neni im 25hours Hotel am Hauptbahnhof eröffnete. Mittlerweile gibt es auch einen kleinen Ableger am Rosenheimer Platz.

Neni – das sind die Anfangsbuchstaben der 4 Söhne von Haya Molcho, mit denen sie als Familienbetrieb zwischenzeitlich Restaurants in mehreren Städten betreibt – und jetzt auch ein Kochbuch herausgebracht hat.

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Credit: Nuriel Molcho / Brandstätter Verlag

Neni – Tel Aviv: So bunt ist das Leben

Man kann das Buch eigentlich kaum als Kochbuch bezeichnen, denn es ist so viel mehr. Es lädt ein zum Stöbern, Verweilen und Kennenlernen. Ein höchstpersönliches Buch mit vielen interessanten Menschen, die in Interviews und Hintergrundstories zu Wort kommen. Das Buch zeigt das bunte Leben und Treiben in Tel Aviv, das sehr weltoffen ist. Ein wunderbares Portrait der Stadt und ihrer Bewohner.

Das Buch bietet quasi eine Reise nach Tel Aviv –  vom Sofa aus. Familie Molcho hat zwei Wochen in Tel Aviv verbracht, auf den Märkten eingekauft und dort alle Gerichte, die in dem Buch enthalten sind, gekocht und die Interviews geführt. Dabei herausgekommen ist eine Mischung aus Klassikern und modernen Gerichten. Die Klassiker haben dabei immer eine Prise Neues, so wie das grüne Shakshuka, das ich unbedingt noch probieren will.

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Credit: Nuriel Molcho / Brandstätter Verlag

Wie ihr vielleicht auch schon das ein oder andere mal gemerkt habt, ist mir die Aufmachung von Kochbüchern auch immer besonders wichtig. Hier wurde mein Geschmack voll getroffen, denn es enthält viele schöne Fotos, die nicht nur Erinnerungen wecken, sondern genau das Lebensgefühl wiedergeben, was ich in Tel Aviv kennengelernt habe… jetzt habe ich schon wieder Lust, dort hinzureisen!

Das Kochbuch unterteilt sich in die folgenden Kategorien:

  • Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchte
  • Nenis Grundbaukausten – was wir immer zu Hause haben
  • Fisch – aus dem Mittelmeer auf den Tisch
  • Fleisch – von Shawarma bis Curry
  • Süsses – Früchte, Eis und zuckriges Gebäck

Meine erste Wahl fiel auf ein Gericht, das als Vorspeise gekennzeichnet ist. Wir haben einfach die 4 Personen-Menge als Hauptspeise gegessen. Es war recht sättigend, als Vorspeise würde ich maximal 2 Scheiben Baguette damit belegen und servieren. Quasi wie israelische Bruschetta.

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Credit: Nuriel Molcho / Brandstätter Verlag

Mechouia mit Rucolapesto

Für 4 Personen als Vorspeise oder 2 Personen als Hauptspeise

Für das Pesto

50 g Parmesan

6 Knoblauchzehen (ich habe nur 3 genommen)

25 g Petersilie

30 g Basilikum

50 g Rucola

50 g Pinienkerne

3-4 EL Olivenöl

1/2 TL Salz

1 EL Zitronensaft

Für das Mechouia

1 Zwiebel

1 große Aubergine

2 rote Paprika

2 Tomaten

1 Frühlingszwiebel

1 rote Chilischote

1 Sivri (lange scharfe Paprika, habe ich weggelassen)

2 Knoblauchzehen

5-6 EL Olivenöl

Meersalz

4 Scheiben Sauerteigbrot (ich habe Baguette genommen)

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Zubereitung:

Für das Rucolapesto Parmesan fein reiben. Knoblauch schälen. Alle Zutaten im Standmixer oder mit dem Pürierstab zu einem feinen Pesto mixen.

Für das Mechouia Zwiebel halbieren. Aubergine, Paprika, Tomaten, Frühlings- zwiebel, Chili, Sivri und Zwiebel über offenem Feuer rundherum verkohlen. Alternativ auf oberster Schiene unter dem Backofengrill rösten. (Wichtig ist, dass das Gemüse außen verkohlt, innen jedoch ganz weich ist.) Noch heiß schälen und fein hacken.

Knoblauch schälen, fein würfeln und mit dem Olivenöl zur Gemüsemischung geben. Mit Salz abschmecken.

Sauerteigbrot toasten. Ich habe das Gemüse anschließend etwas kleingeschnitten und gut vermengt, auf das Brot gegeben und etwas Pesto drüber gegeben.

Die Kombination mit dem Pesto war wirklich richtig gut. Ich hatte noch Pesto über und habe es am nächsten Tag zum Mittag gegessen – sehr zum Leidwesen meiner Kollegen, es war doch recht knobilastig 😉

Seither habe ich das Gemüse schon öfters in ähnlicher Weise zubereitet. Insbesondere die Paprika bekommen durch das Rösten eine angenehme Süße und schmecken mal ganz anders. Daumen hoch für dieses Rezept!

Wenn ihr jetzt noch mehr Lust auf Israel und Tel Aviv bekommen habt, schaut euch doch meine weiteren Blogeinträge dazu an, und zwar hier, hier, hier und hier!

Ich danke dem Brandstätter Verlag für dieses tolle Rezensionsexemplar.

Macht euch einen schönen Sonntag!

Unterschrift

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2 Gedanken zu “Neni – Tel Aviv

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