Budapest – ein kulinarischer Rückblick

Im letzten Herbst hat uns jemand gefragt, wohin unsere nächste Reise ginge und wir hatten (noch) keine Ahnung. Wir hatten nichts weiter geplant für die nächsten Monate. Höchst ungewöhnlich für uns. Und für reisebegeisterte wie uns ein höchst seltsames Gefühl. Bis zur Kanada-Reise im Sommer wollten wir aber auch nicht warten, also wurde geplant.

Zunächst entschieden wir uns für Ostern, dann nutzten wir bei Kayak die Explorer Funktion und schauten mal so grob, was in dem Zeitraum flugtechnisch ganz günstig ist. Und schwupp, 1 Tag später hatten wir Budapest gebucht.

Das Wetter war eher durchwachsen und nur Ostermontag sehr schön. Wir hatten eine ganz tolle Wohnung in super Lage über AirBnB gebucht und die Stadt hat uns wahnsinnig gut gefallen und wir haben trotz zeitweisem Platzregen am Samstag das Beste draus gemacht.

Ungarn ist nun nicht gerade bekannt für seine vegetarisch/vegane Küche, aber ich muss sagen, das ganze Wochenende habe ich es geschafft, etwas vegetarisches auf der Karte zu finden, was dann nicht nur ein schnöder Beilagensalat war. Wir sind in verschiedenen Restaurants und auf Märkten gewesen und es fand sich immer etwas. Allerdings – das muss man zugeben, in so klassischen lokalen ungarischen Restaurants war es doch eher mau, aber dort waren wir dann halt auch nicht.

Zu meiner Freude entdeckte ich, das Jamie Oliver ein Jamies Italian in Budapest hat. Ein Traum!

Hier die detaillierte Manöverkritik 😉

Langos

Also ich liebe ja Langos auf dem Münchner Tollwood. Völlig egal, was es da sonst noch leckeres gibt, ein Langos ist für mich immer Pflicht. Ich hatte also angenommen, wenn ich in die Heimat des Langos fahre, ernähre ich mich von nichts anderem. Als wir dann schon eine Weile in Budapest waren und ich noch immer keinen Langos-Stand gesehen habe, wurde ich schon langsam unruhig. Aber yippiehhhh endlich kam einer auf einem Ostermarkt. Und dann wuchsen sie wie Pilze aus dem Boden… klar. Insgesamt hatte ich zwei, der zweite war deutlich besser. Interessant war, dass es immer nur welche mit Sauerrahm und Käse oder mit irgendwelchem Fleisch drauf gab. Die Belagsauswahl auf dem Tollwood ist besser, muss ich sagen.

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Cirkusz Budapest

Am Ankunftstag waren wir bereits um 4 aufgestanden und landeten um 8 Uhr in Budapest. Entsprechend waren wir hungrig und landeten zum Frühstück in der Nähe unserer Wohnung im Cirkusz. Es gab sehr viele gut aussehende Eierspeise mit pochierten Eiern, ich lies mich von „türkischer Salat“ jedoch verleiten, Hummus und Pita mit türkischem Salat zu bestellen. Von dem sah ich jetzt zwar irgendwie nichts, aber geschmeckt hat es trotzdem und es gab dort selbst gerösteten Kaffee, der sehr gut war.

Untitled design Cirkusz Budapest, 1074, Dob utca 23,

http://www.cirkuszbp.hu

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Aszú

Dieses Restaurant hatte ich schon im Vorwege recherchiert und auf meiner Karte vermerkt. Wir haben nichts geplant großartig und wollten alles auf uns zukommen lassen, aber so ein paar Merker in die Karte setzen, wo man gute Sachen gesehen hat, schadet nicht und zufällig kamen wir auch am Aszú vorbei, als wir gerade Hunger hatten. Also nichts wie rein. Schön leer am späteren Nachmittag, sehr passend, da wir am Abend im Palast der Künste in ein klassisches Konzert gingen.

Das Essen war sehr gut, die Speisekarte mehrsprachig und der Kellner sprach sogar sehr gut Deutsch. Ich hatte Rosmarin-Nudeln mit Zucchini und einer Art Sauerrahmcreme und als Nachtisch eine kleine leckere Schweinerei mit salzigem Karamell und einer Kaffeecreme. Mir hat das Restaurant sehr gefallen.

Untitled design Aszú, Sas utca 4

http://www.aszurestaurant.com

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High Note Sky Bar

Für den abendlichen Pre-Dinner-Cocktail empfehle ich die High Note Sky Bar. Zentral gelegen, tolle Aussicht auf den Sonnenuntergang über Budapest. Man sollte reservieren, es war zumindest am Samstag komplett ausgebucht. Wir hatten reserviert, aber schon für Mittags. Da war wohl was schief gelaufen, wir bekamen aber Sonntag Abend trotzdem einen Tisch. Die Cocktails waren ausgesprochen gut und der Service sehr freundlich. Insgesamt vielleicht ein bisschen „posh“.

Untitled design High Note Sky Bar, Hercegprímás utca 5

http://highnoteskybar.hu

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Jamie’s Italian

Für unseren nächsten Besuch in London hatte ich schon ganz fest einen weiteren Besuch bei Jamie eingeplant. Meine Mitreisenden sind aber lange nicht so große Jamie Fans wie ich und würden das daher nur mir zu liebe machen. Jetzt können wir dann woanders hingehen, denn erstmal habe ich meine Jamie-Batterie wieder aufgeladen. 😉

Wie schon in London beim letzten Mal nahm ich als Vorspeise die frittierten Ravioli mit der tollen Tomatensauce. Unbedingt probieren – sooo lecker! Unsere zweite Vorspeise war ein vegetarisches Brettl, das auch ausgesprochen lecker war – es hatte neben einem Stück Käse einen Büffelmozzarella, einen roten Slaw, gegrillte Zucchini und Aubergine sowie ein Bruschetta mit Erbsen-Minz-Aufstrich.

Als Hauptspeise entschied ich mich diesmal – weil es so nass draußen war, war mir nach warmen Essen – für Pasta mit einer Linsenbolognese. Sehr gut gewürzt  und man hat sich gefragt warum man für Bolognese überhaupt Fleisch brauchen sollte.

Untitled designJamie’s Italian, Szentháromság utca 9-11

https://www.jamieoliver.com/italian/hungary/

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Gerbeaud

Budapest hat wie Wien ein schöne Kaffeehauskultur. Einen Nachmittag verschlug es uns ins Café Gerbeaud, eines der alteingesessenen mit einer tollen Auswahl an Kuchen.

Mein Orangen-Karamell-Kuchen kam mit einem Orangenmacaron. Eine schöne kleine Sünde. Die Auswahl in den Theke ließ mich lange überlegen, was ich nehme, denn es gab so vieles, was ich gern genommen hätte.

Untitled design Gerbeaud, Vörösmarty tér 7-8

http://www.gerbeaud.hu

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Dionysos

Sicherlich etwas ungewöhnlich, aber wohin der Hunger einen halt so verschlägt… uns zum Beispiel in ein griechisches Restaurant… in Ungarn. Naja, kann man aber mal machen, insbesondere, wenn man, wie im Dionysos, dabei einen schönen Blick auf die Donau hat. Ein sehr freundlicher Service und sehr gutes Essen… Das passt dann schon. Wir hatten leckeres – und vor allem noch knackiges – Beilagengemüse, dann geröstete Kartoffelscheiben mit Käse und meine Hauptspeise war ein Gericht, dass ich letztes Jahr auf Kreta auch schon gern gegessen habe – gefüllte Aubergine.

Untitled design Dionysos, Belgrád rakpart 16

http://www.dionysos.hu

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Fazit

Es ist in Budapest nicht schwer, sich vegetarisch zu ernähren. Eine ganz tolle Stadt mit sehr freundlichen Menschen, die alle sehr gut Englisch sprachen. Unsere wunderbare AirBnB-Wohnung hätten wir am liebsten 1:1 mitgenommen und die Stadt hat uns sehr gut gefallen. Würden wir weiterempfehlen für einen Wochenendtripp.

Seid ihr schonmal in Budapest gewesen?

Einen schönen Sonntag!

Unterschrift

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