30 Tipps für einen nachhaltigen Haushalt

Heute gibt es mal kein Rezept, sondern einen Beitrag zu einem sehr wichtigen Thema – nämlich Nachhaltigkeit, speziell im Haushalt.

Uns ist wahrscheinlich allen klar, dass es so, wie es bisher war, nicht mehr weiter gehen kann und wird. Die Erde wird es am Ende vielleicht verkraften, sie ist nicht auf uns angewiesen. Aber wir sind auf die Erde angewiesen. Auf eine Erde, die uns auch weiterhin Lebensraum bietet, in der nicht lebende Muscheln am Strand zu Tode kochen oder Unwetter alles verwüsten.

The environment is in us, not outside of us. The trees are our lungs, the rivers our bloodstream, and what you do to the envrionment, ultimately, you do to yourself.

Ian Somerhalder

Und halten wir mal eins fest: Jeder Beitrag zählt. Jeder kann – und muss – etwas tun!

Dieser Beitrag enthält Werbung – unbezahlte und lediglich der Vollständigkeit halber und aus Überzeugung genannte Marken.

Photo by Markus Spiske on Unsplash

Badezimmer

  1. Festes Shampoo / Duschseifen – ich benutze seit ungefähr 1,5-2 Jahren nur noch festes Shampoo. Im Gegensatz zu Haarseife braucht ihr danach keine saure Rinse benutzen und ich finde es wirklich gut. Da gibt es mittlerweile auch super viele Hersteller, die welche im Angebot haben. Spart ziemlich viel Plastikflaschen ein, denn sie halten einfach ewig. Genauso Duschseifen, halten ewig und sparen jede Menge Plastik ein.
  2. Menstruationstassen – Geschmackssache, ich habe hier keine persönlichen Erfahrungen, möchte es aber dennoch erwähnen.
  3. wiederverwendbare Wattepads – eine schöne Idee sind wiederverwendbare Wattepads zum Abschminken der Augen. Diese könnt ihr entweder selber nähen oder mittlerweile auch fertig kaufen.

Küche

4. Bienenwachstücher sind wiederverwendbar und ersetzen wunderbar Alu- oder Frischhaltefolie.

5. Reinigungsmittel – kann man entweder selber machen oder umweltfreundlich verpackte Tabs kaufen, die man dann in bereits vorhandenen Sprühflaschen nur noch auflöst.

6. Gläser von eingelegtem Gemüse/Gurken/Senf etc. aufbewahren und wieder verwenden, für selbstgemachte Marmeladen oder einfach, um angebrochene Lebensmittel im Kühlschrank aufzubewahren.

7. Brot selber backen – ihr wisst was drin ist, keine komischen Zusatzstoffe oder Konservierungsstoffe. Wenn ihr doch mal eins kauft, nehmt euch einen Brotbeutel mit, in den ihr das Brot verpacken lasst. Es gibt auch welche, in denen das Brot gelagert werden kann und frisch bleibt.

8. Scrap Bag – Wenn ich Gemüse schäle, z.B. Kartoffeln, Karotten, Sellerie, aber auch Paprika und Blumenkohl bleiben immer entweder Schalenreste oder der Strunk etc. über. Diese sammel ich – gewaschen – in einem Beutel oder einer Tupperdose im Gefrierfach. Wenn genügend vorhanden ist, wird daraus Gemüsebrühe gekocht.

9. Hinterfragt euer Gemüse – man kann zum Beispiel auch den Strunk des Brokkolis essen oder die Blätter des Blumenkohls, man muss das nicht wegwerfen. Fragt euch, was davon noch anderweitig verwertet werden kann.

10. Meal Plan & Shop – ihr meint, ihr seid nicht der Typ für Meal Planning, weil ihr gar nicht wisst, worauf ihr nächsten Freitag Bock habt? Ich auch nicht. Was mir aber ganz gut gefällt ist, nur für 3 Tage im Voraus zu planen. Das lässt noch Raum für Spontanität (die Tomaten werden nicht von einem auf den anderen Tag schlecht, falls ihr plötzlich Bock auf Biergarten habt), aber man hat dennoch schon eine gewisse Idee, was es geben kann, ohne das man erst noch einkaufen muss. Klar, damit müsst ihr dann ggf. 2x die Woche einkaufen, aber es ist flexibler und einfach umzusetzen als gleich für eine Woche zu planen.

11. Einkaufen – kauft nur das, was auf eurem Einkaufszettel steht. Lasst euch nicht von vermeintlichen 2 zu 1 Angeboten locken. Das hilft, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Und niemals hungrig einkaufen gehen.

12. Regional/Saisonal einkaufen – wir brauchen keine Erdbeeren im Dezember oder Spargel im November. Saisonales kochen bringt uns die Freude auf die Lebensmittel zurück. Wir freuen uns, wenn die Spargelsaison wieder anfängt und haben nicht noch den letzten holzigen Spargel aus Peru auf der Zunge. Wer nicht weiß, wann welches Lebensmittel Saison hat, schaut hier auf dem Blog in der Kategorie Saisonküche vorbei.

13. Direkt bei den Erzeugern einkaufen – wer keinen Bauern um die Ecke hat, weil er der Großstadt wohnt, schaut vielleicht mal bei einer Marktschwärmerei vorbei.

14. Etepetete Kiste – die haben wir seit längerem im Abo und sind sehr zufrieden, überwiegend Bio-Ware, die nicht den unsinnigen Normen entspricht und sonst weggeworfen werden müsste, weil zu klein/zu groß/Schalenfehler etc. Qualität ist super und insbesondere das Obst ist gefühlt immer viel leckerer als Supermarktware. Kommt im Pappkarton mit etwas Stroh für die empfindlichen Sachen.

15. Sachen, die nachwachsen, in Wasser stellen – Das Endstück von Lauchzwiebeln kann in einem Glas Wasser wieder nachwachsen, Lauch und Romanasalat ebenso.

16. Karotten – Karotten, die ich als „Snackkarotten“ kaufe, bewahre ich geschnitten und geschält (falls nötig) in Wasser auf. So halten sie länger und man hat immer etwas gesundes parat, wenn die Snack Attack droht.

17. Küchenpapier – Achtet mal drauf, es gibt Marken, bei denen das Küchenpapier nur die halbe Größe von herkömmlichen Küchenpapier hat. Oft braucht man nämlich gar nicht so ein großes Blatt.

18. Loser Tee/filterpapierfreier Kaffee – Verwendet lieber losen Tee als Teebeutel. Wir haben einen tollen Tasseneinsatz (ähnlich wie der verlinkte) für den losen Tee aus Metal. Tee-Eier sind Spielkram, braucht ihr nicht. Dauerfilter sind gute Lösungen für Kaffee. Wenn es Coffee to go sein muss, dann greift auf wiederverwendbare Becher wie z.B. von ReCup zurück.

19. Bananenschalen – über Nacht in ein Glas Wasser legen und das Wasser als natürlichen Dünger für Pflanzen verwenden.

20. Weniger Fleisch – wer noch Fleisch ist, sollte weniger davon konsumieren. Ja, auch Wurst ist Fleisch und zählt dazu. Bereits ein fleischloser Tag in der Woche kann den CO2-Fußabdruck immens reduzieren. Kleinvieh macht auch Mist!

Grundsätzlich sollte gelten:

Photo by Edward Howell on Unsplash

Unterwegs

21. Wasser mitnehmen in Aluflaschen – wir haben welche von Flask und Super Sparrow, die finde ich beide gut und das Wasser bleibt sehr lange sehr kühl.

22. Vesper/Brotzeit in wiederverwendbaren Lunchboxen/tüten mitnehmen statt in Plastiktüten oder Folien. Kann man ebenfalls selber nähen. Schnittmuster gibt es kostenlos bei Pattydoo.

23. Ein kleines, sehr dünnes Gästehandtuch passt in jede Handtasche, so kann man sich unterwegs beim Toilettengang die Papierhandtücher sparen, falls es überhaupt welche gibt. Kann man in einem wasserabweisenden Täschchen transportieren.

24. Im Restaurant Reste einpacken lassen, wenn es sich noch lohnt, so muss kein Essen verschwendet werden und man braucht am nächsten Tag nicht kochen. Oder gleich weniger bestellen 😉 Falls man doch noch Hunger hat, wird einen auch keiner rauswerfen, wenn man nach dem Hauptgericht noch eine Vorspeise statt einem Dessert bestellt.

„We don’t have time to sit on our hands as our planet burns. For young people, climate change is bigger than election or re-election. It’s life or death.“

Alexandria Ocasio-Cortez

Digitales Leben

25. Nachgefüllte Toner verwenden.

26. Too good to go – Die App installieren und schauen, wo man gegen Abend günstig noch Lebensmittel retten kann. 

27. Doch mal zuviel eingekauft? Rette deine Lebensmittel vor dem Verfall mit Foodsharing.

28. Drucken – Generell überlegen, ob man etwas wirklich ausdrucken muss. Fehlerhafte oder nicht mehr benötigte Ausdrucke als Schmierpapier verwenden.

29. Standby Modus abschalten – Fernseher und andere Elektrogeräte müssen nicht ständig im Standby Modus stehen. Die 3 Sekunden, die ein Fernseher mehr braucht, um eingeschaltet zu werden, wenn er nicht in Standby ist, packt ihr. Spart Strom und wirkt sich daher auf Dauer auch positiv auf den Geldbeutel aus.

Photo by Svitlana on Unsplash

30. Hirn einschalten! Der wohl wichtigste Tipp – hinterfragt euch immer wieder selbst, insbesondere, wenn es um Anschaffungen geht. Braucht ihr das wirklich? Könnt ihr das nachhaltiger kaufen oder selbst herstellen? Kann man das Altgerät noch reparieren? Ist das Fast Fashion, die ich da gerade in der Hand halte? Legt die Dinge zurück und schlaft drüber – keine Impulskäufe, die später in der Ecke liegen.

Was euer eigener Beitrag zum Klimaschutz bewirken kann, könnt ihr der aktuellen Studie des IWD entnehmen.

Habt ihr noch Sachen, die in der Liste ergänzt werden können? Was sind eure liebsten Tipps?

Lasst uns die Welt ein Stückchen besser machen – jeden Tag!

Schönen Sonntag ihr Lieben!

3 Gedanken zu “30 Tipps für einen nachhaltigen Haushalt

  1. schiefgelesen schreibt:

    Das sind ja schon jede Menge Tipps! Ich versuche mittlerweile auch zu leihen, zu tauschen oder gebraucht zu kaufen, wo es geht.
    Seit einigen Monaten haben wir außerdem eine Wurmkiste. Seitdem werfen wir kaum noch organische Abfälle in den Biomüll und kriegen dafür großartigen Kompost. Das ist deutlich platzsparender als ein richtiger Kompost und funktioniert auch in Innenräumen. Es ist aber trotzdem sicher nicht für jede*n was 🙂

    Gefällt 1 Person

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