Ich habe das erste Mal ein Sauerteigbrot gebacken.

Einen wunderschönen Sonntag! Ich hoffe, ihr habt es auch so sonnig.

Heute Morgen lief bei mir schon um kurz nach 8 Uhr der Backofen – ich habe ein Brot gebacken. Aber nicht irgendein Brot – nein, ein SAUERTEIGBROT!

Das muss jetzt echt so betont werden, denn so ein Sauerteigbrot ist echt harte Arbeit und erfordert ganz schön viel Vorab-Planung. Denn Sauerteigbrote brauchen einen Sauerteigansatz. Wie ich jetzt, hinterher, feststellte, kann man den Starter auch schon fertig kaufen. Aber nun gut – so weiß man, was drin ist und hat das gute Gefühl, alles selbst gemacht zu haben.

Bevor ich loslegte, schaute ich mir auf YouTube unzählige Videos an, wie man Sauerteigansatz herstellt und damit backt. Das ist auch essentiell gewesen, ich hätte vermutlich sonst nie 1 Woche gewartet, bis ich mit dem Backen begonnen hätte. Geduld ist nicht grad meine Stärke, aber Sauerteig braucht seine Zeit. Jeder setzt seinen Sauerteig irgendwie ein bisschen anders an – ich entschied mich für die Methode der Bloggerkollegin vom Blog Küchenchaotin. Ihr Video zum Ansetzen des Sauerteigstarters findet ihr hier. Das Video zum Brotbacken mit dem fertigen Ansatz findet ihr hier.

Am letzten Samstag besorgte ich mir dann Roggenmehl und dann konnte es auch schon losgehen. Für den Ansatz braucht ihr nämlich nichts weiter außer 50 g Roggenmehl und 50 g Wasser. Ja, das Wasser wird auch abgewogen. Nach dem Motto sicher ist sicher, denn es kommt hier auf genaues und auch auf sauberes arbeiten an. Die benutzten Gläser müssen auf jeden Fall vorher mit kochendem Wasser einmal sterilisiert werden. Schließlich soll der Sauerteig nur aus guten Bakterien bestehen.

24 Stunden später war der Teig dann etwas trocken, ansonsten hatte sich nichts getan eigentlich. Dann hieß es wieder mit Mehl und Wasser füttern… So ging es dann eigentlich die ganz Zeit weiter, an Tag 4 wurde quasi aus einem winzigen Teil des Ansatzes ein neuer Ansatz geboren. Der Großteil des alte Ansatzes wurde nicht mehr gebraucht. Hier hätte ich mir noch Tipps gewünscht, was man mit dem „alten“ Teig macht, den man nicht mehr braucht, denn wegwerfen finde ich irgendwie schade. Also wenn ihr Ideen habt, immer gern!

So ging es dann jeden Abend weiter… einen Teil abnehmen, was zufüttern und dann wieder 24 Stunden rumstehen lassen. An Tag 6 dachte ich schon, dass er nichts wird und tot ist, da sich das Volumen gar nicht mehr veränderte. Dann fiel mir aber ein, dass überall der Hinweis war, dass der Ansatz es – genau wie ich, haha – lieber etwas wärmer mag. Also habe ich ihn im Home Office mal etwas näher an die Heizung gekuschelt. Aber auch nicht zu nah, denn er ist ein empfindliches Pflänzchen und zu warm darf es dann auch wieder nicht sein. Herrje!

Und siehe da – innerhalb weniger Stunden hatte sich der Ansatz plötzlich verdoppelt!

Samstag morgen aufgewacht und gedacht – SO, JETZT BACKE ICH DANN ABER!!! Schaue mir das zweite Video an, in dem es dann um das tatsächliche Backen mit Sauerteigansatz geht und stelle fest, der Teig muss auch noch 24 Stunden gehen… nichts mit Backen!!! Spätestens hier stellte ich dann fest, dass das Kerlchen doch ganz schön Arbeit macht und zwischendurch auch noch 2 x gefaltet werden muss. Puh!

Dafür erwartete mich dann heute früh ein schöner, glatter, aufgegangener Teig. 20 Min. bei 230 Grad habe ich ihn im Ofen mit einer Wasserschale drunter gebacken, dann auf 200 Grad runtergeschaltet und die Wasserschale entfernt und nochmal für 20 Min. gebacken.

Das Ergebnis kann sich auf jeden Fall sehen lassen, das Brot hat eine tolle, knusprige Kruste und ein leichte, fluffiges Innenleben. Viel wichtiger: Es schmeckt auch sehr gut! Schön kräftig nach Roggen.

Ob ich es nochmal mache? Jein. Noch ist Roggenansatz da, den kann man im Kühlschrank aufbewahren und er kann dann einfach nochmal gefüttert werden, um ihm wieder Triebkraft zu bescheren und dann kann man 1 Tag später backen.

Ob ich allerdings nochmal komplett von vorne ansetzen würde, weiß ich nicht. Denn meine Brote ohne viel Firlefanz (z.b. das irische Sodabrot oder das Karotten-Walnuss-Roggenbrot) fand ich genauso gut.

Fazit: Kann man mal machen, wenn man Zeit mitbringt!

Habt ihr Erfahrungen mit Sauerteigbrot?

Ich wünsche euch noch einen tollen und leckeren Sonntag!

Ein Gedanke zu “Ich habe das erste Mal ein Sauerteigbrot gebacken.

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