Kopenhagen – ein kulinarischer Rückblick

Wir glückliche Bayern hatten um den 1. November herum ja nochmal einen Feiertag. Ich habe die ganze Woche Urlaub genommen und am Donnerstag Abend sind die Bingereaderin und ich dann nach Kopenhagen gebraust.

Jeder, dem ich erzählte, wo wir hinfahren, war total begeistert und meinte, es sei eine super tolle Stadt. Dem kann ich echt nur beipflichten. Mir hatte ja Stockholm durchaus schon gut gefallen, Kopenhagen aber tatsächlich nochmal mehr. Das lag mit Sicherheit auch daran, dass wir so wahnsinnig gut gegessen haben in Kopenhagen.

Kopenhagen ein kulinarischer Rückblick

Ich möchte euch heute 3 ausgewählte Locations für Frühstück, Mittag und Abendessen in Kopenhagen empfehlen, falls ihr auch mal dorthin fahrt.

1. Frühstück im Bowl Market

Der Bowl Market ist eine sehr kleine Frühstückslocation, die nur einen kurzen Fußweg vom Hauptbahnhof entfernt liegt (und ganz in der Nähe des Kopenhagener Stoff & Stil Marktes, für die Nähbegeisterten unter euch!).

Ihr müsst zwar manchmal etwas warten, bis ihr einen Platz bekommt, aber es lohnt sich total, wenn ihr auf Porridge und Açaí Bowls steht. Die Auswahl ist riesig und ihr könnt euch, solltet ihr nichts finden, die Bowls im Zweifel auch selbst zusammenstellen.

Die Portionen sind riesig und kaum zu schaffen. Aber sehr lecker! Das Topping kommt nicht nur oben drauf, sondern es gibt auch immer noch eine Mittelschicht. So hat man nicht nur noch blankes Porridge irgendwann.

Bowl Market, Gasvaerksvej 3, Kopenhagen

https://m.facebook.com/bowlmarketcopenhagen/

2. Brunch im Café Christianshavn

Zum Brunch verschlug es uns einen Tag nach einer kurzen Stippvisite in Christiania ins Café Christianshavn im gleichnamigen Stadtteil. Dort gibt es eine Art dänische Tapas. Man stellt sich wahlweise 3, 5 oder 7 kleine verschiedene Gerichte zusammen. Diese waren allesamt sehr lecker und das Café war insgesamt sehr nett. Ideal, um sich nach einem langen Spaziergang entlang des Nyhavns und Christiania wieder aufzuwärmen.

Café Christianshavn, Sankt Annae Gade 5, Kopenhagen 

http://cafechristianshavn.dk

3. Abendessen im Restaurant Høst

Jetzt kommt mein absoluter Favorit, von dem ich vermutlich die nächsten 10 Jahre noch schwärmen werde. Das Essen war sooo sooo gut. Ach was sag ich, die ganze Location und das ganze Konzept UND das ganze Essen waren sooo sooo gut. Ohne Witz – wir haben unabhängig voneinander gesagt, dass das das beste Essen war, was wir in unserem Leben bisher gegessen haben.

Das Restaurant hat eine ganz tolle Atmosphäre auf verschiedenen Ebenen und Räumen und wirkte ein bisschen, als würde man in einem Gewächshaus sitzen. Super freundlicher Service und: Carbon free dining! Von jedem verkauften Menü wurde ein Teil des Geldes gespendet, um Fruchtbäume in Tansania anzupflanzen. Man konnte als Gast auch freiwillig noch ein paar Kronen drauflegen, um die Anzahl der gepflanzten Bäume zu erhöhen.

Es gibt ein Fleisch bzw. Fisch beinhaltendes Menü und ein rein vegetarisches Menü. Die Menüs stehen für mehrere Wochen fest. A la Carte gibt es dort nicht.

Jede Woche gibt es ein Küchenmeeting, in dem geschaut wird, ob das Menü Gänge enthält, bei denen häufig viel überbleiben und die nicht so gut ankommen. Diese werden dann von der Karte genommen, um Food Waste zu vermeiden. Außerdem können Gäste Reste entweder mitnehmen oder sie werden dem Personal angeboten, damit möglichst wenig weggeworfen wird. Vorbildlich!

Und das Essen war einfach nur vorzüglich. Es gab einen Gruß aus der Küche, einen Zwischengang und ein weiteres Dessert aufs Haus, so dass wir auf insgesamt 8 Gänge kamen und pappsatt waren. Ich hatte das vegetarische Menü und die Bingereaderin das andere. Preislich waren beide gleich, meine Portionen waren aber etwas größer, sehr zu meiner Freude 😉

Hier kommen also Veggies und Allesfutterer gleichermaßen auf ihre Kosten. Für Kopenhagener Verhältnisse war das Menü mit 60 EUR p.P. für 5 Gänge auch ziemlich günstig, selbst für deutsche Verhältnisse fand ich es – insbesondere angesichts dessen, wie gut es, verhältnismäßig günstig.

Restaurant Høst, Nørre Farimagsgade 41, Kopenhagen 

https://cofoco.dk/en/restaurants/hoest/

Ich habe den ein oder anderen Gang vermutlich vergessen, aber hier mal das Menü:

Der Gruß aus der Küche – frittiertes Pilzbällchen mit Thymianmouse, einer klaren Pilzsuppe, Brot und sahniger Butter

Gebratener und eingelegter Kürbis mit Sauerampfer

Gegrillte Birne mit gebackenem Kohlrabi und Meerrettich

Steinpilzsuppe mit Enoki und schwarzen Trompetenpilzen

Knuspriger Brokkoli mit Petersiliensauce und Trüffel

Artischockensuppe mit knusprigem Artischockentopping

Blaubeersorbet mit Caramel und Schokolade

Pralinen zum Espresso

Also, wenn ihr mal nach Kopenhagen fahrt seid ihr jetzt definitiv gewappnet, um kulinarisch einen Leckerbissen nach dem anderen zu finden! Ich möchte schon allein wegen dem Essen im Host unbedingt nochmal nach Kopenhagen. Wer jetzt noch Tipps braucht, was man außer Essen in Kopenhagen alles tun kann, schaut schnell in den Beitrag der Bingereaderin, die hat es schön zusammengefasst. Und die perfekte Lektüre dazu bekommt ihr auch gleich noch mit.

Ich werde jetzt den Sonntag damit verbringen, in Erinnerungen zu schwelgen und wünsche euch einen hygge Sonntag!